Einträge im September 2005

Michael Cobley – Schatten…

Literatur 2 Kommentare »

Als ich letzte Woche in Tübingen war, habe ich mir irgendwann dort auch mal die Zeit genommen, durch die „Osiandersche Buchhandlung“ zu schlendern. Dabei sind mir die Bücher eines Autoren ins Auge gestochen, von dem ich vorher noch nie etwas gehört hatte: Michael Cobley

Nachdem ich mir die Klappentexte der ersten beiden Bücher durchgelesen habe (das dritte ist noch nicht erschienen!), entschied ich mich, einfach mal zu probieren, ob es mir gefällt. Und es hat mir gefallen!

Cobley entführte mich in eine absolute High-Fantasy-Welt. Neben phantastischen Beschreibungen von verschiedensten Magieeffekten tummeln sich auch jede Menge verrückter Ideen und ein heftiges Kriegsszenario. Anfangs haben mich die sehr zahlreichen Namen für Leute, Gebiete etc. ein wenig verwirrt, aber nach einer Weile gewöhnt man sich dran.

Die Welt von „Schattenkönige“ ist recht düster und befindet sich zu dem Zeitpunkt, in dem das Buch spielt, in einer Phase der Veränderung zum Bösen hin. In diesem Zusammenhang tauchen viele seltsame Wesen auf, die Hauptfiguren erfahren für sie selbst total überraschende Dinge etc.

Insgesamt lässt sich sagen, dass sich diese Trilogie schon lohnt. Sie kommt zwar nicht wirklich an Werke wie „Memory, Sorrow & Thorn“ (Tad Williams) und auch nicht an den „Herr der Ringe“ (J. R. R. Tolkien) ran, aber zur Unterhaltung ist auf jeden Fall geeignet. Und vor allem ist es irgendwie mal etwas anderes.

Nachtrag (20.05.2006):

Inzwischen hab ich es tatsächlich auch mal geschafft, das dritte Buch – Schattenkrieger – zu lesen. Es sticht gegenüber den anderen beiden ein wenig heraus, da es sich irgendwie besser liest und die Geschichte etwas griffiger ist. Auch die Ideen sind wieder stellenweise wirklich gut. Insgesamt bleibe ich aber bei meiner Meinung, dass diese Trilogie nicht unbedingt ein Muss ist und möchte auch dringend von der deutschen Übersetzung abraten, da mir wieder zahlreiche Fehler aufgefallen sind.

Gimme 5, 28.09.2005

Sonstiges 2 Kommentare »

Nachdem Cult7 seine allfreitägliche Fragenserie aufgegeben hat, habe ich mir eben mal etwas Neues gesucht. Jetzt gibts erstmal Fragen von Gimme 5.

1. Glaubst du an Schutzengel?
Naja. Es gibt schon manchmal Situationen, in denen man soviel Glück hat, dass da eigentlich jemand seine Finger im Spiel haben muss. Sagen wir es mal so: Die Vorstellung, dass man einen persönlichen Beschützer hat, der sich um einen sorgt, ist schön.

2. Wer brachte dir das Weihnachtsgeschenk: Christkind oder Weihnachtsmann?
Letzterer. Die Idee des Christkindes habe ich eigentlich erst viel später kennengelernt, als die Weihnachtsmann-Story bei mir schon lange nicht mehr zog. ;o) Heute glaube ich ohnehin nur noch an Schokoladen-Weihnachtsmänner. *G*

3. Gehst du gerne in Kirchen?
Nein. Weder zum Gottesdienst, noch um sie zu besichtigen.

4. Welche Geschichte aus der Bibel magst du?
Fällt mir spontan garnicht wirklich eine ein. Es gibt einige, die ich ganz nett finde. Sie sagen mir als Fan phantastischer Literatur zu, aber sonst… ;o)

5. Welchen Engel kennst du?
Mir fallen da so Namen wie „Gabriel“ und „Tyrael“ ein. Weiß gerade garnicht genau, ob ich da was verwechsle. ;o) Ist auch egal eigentlich.

Rückmeldung und Zwischenbilanz

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Es ist jetzt ein ganze Weile her, dass ich mich zu Wort gemeldet habe. Das liegt daran, dass bei mir eine total ungewohnte Ansammlung spontaner Entscheidungen zustande gekommen ist.

Der Korfu-Törn
Der Vollständigkeit halber will ich ein paar Worte zu dem Segeltörn verlieren, über den ich ja im letzten Eintrag berichtet hatte. Wir hatten ziemlich gutes Wetter, konnten sehr oft nur mit Windkraft vorwärtskommen (und das mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 8 Knoten!) und es war eine wirklich tolle Erfahrung. Wir haben viel in kleinen Häfen oder Buchten gelegen, gut griechisch gegessen etc.

Wovon ich nach diesem Urlaub allerdings dringend abraten möchte: Fliegt niemals mit Aero Flight nach Korfu! Die chartern Flugzeuge bei Fischer Air. Total unzuverlässig und ätzend. ;D Aber das nur am Rande.

Die letzten Tage
Erfreulicher Weise habe ich ja einen Studienplatz in Tübingen bekommen. Weniger erfreulich ist die mühsame Wohnungssuche. Am Dienstag abend habe ich spontan entschieden, dass ich in Dresden wenig ausrichten kann und bin Mittwoch morgen für vier Tage runtergeflogen. Mit der Jugendherberge als Ausgangspunkt habe ich versucht eine Wohnung bzw. ein Zimmer in einer WG zu organisieren.

Dazu habe ich die Tageszeitung durchgeblättert, eine Anzeigenzeitung gekauft, regelmäßig im Internetcafe die neuen Anzeigen auf diversen Seiten gecheckt…und am Ende kam doch quasi nichts dabei raus. Abgesehen davon, dass Tübingen ziemlich teuer ist, hat man auch sehr schlechte Chancen bei einer WG einziehen zu dürfen, weil sich auf jedes Zimmer ca. 15 Leute bewerben. Schon blöd.

Auf die Wohnheime des Studentenwerks konnte ich mich auch nicht verlassen, weil die mir frühestens Ende November bzw. Anfang Dezember da ein Zimmer anbieten können. Das war dann schon ein wenig frustrierend.

Ich habe die restliche Zeit genutzt, mir meine zukünftige „Heimat“ genauer anzuschauen und muss wirklich sagen, dass mir Tübingen richtig gut gefällt. Ist echt eine tolle Stadt. Wenn ich mich dort richtig angesiedelt habe, werde ich sicher auch mal ein paar Dinge zu Tübingen schreiben und meine Berichte mit Bildern unterlegen. Momentan habe ich allerdings Wichtigeres zu tun.

Das vorläufige Ergebnis meiner Wohnungssuche ist übrigens, dass ich bei der Bekannten einer Bekannten meines Vaters vorrübergehend wohnen kann bis ich etwas gefunden habe. Ein wirklich nettes Angebot irgendwie. Es passt mir zwar nicht so ganz, dass ich mich jetzt parallel zum Studium auch noch um eine Wohnung kümmern muss, aber das lässt sich nicht ändern.

Im Laufe der kommen Woche werde ich jetzt entscheiden, wann ich runterfahre, was ich mitnehmen muss etc. Es kommt also noch einiges auf mich zu.

Trauer, Verwirrung, Freue…Emotionschaos

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In der letzten Zeit hat sich so einiges ereignet. Ich habe momentan nicht so sehr viel Zeit, deswegen fasse ich mich etwas kürzer:

Die Immatrikulation für Tübingen habe ich inzwischen abgeschickt. Auch der Antrag auf einen Wohnheimplatz ist raus. Dass dieser mir allerdings etwas bringt, wage ich stark zu bezweifeln, da die Frist für die Hauptwarteliste Mitte Juli war. Aber warten wir mal ab. Ich werde mich auch noch auf anderem Wege um eine Bleibe in Tübingen bemühen.

Heute wollte ich eigentlich mit meinem Vater für eine Woche nach Korfu fahren, um mit drei Bekannten einen Segeltörn zu bestreiten. Das Schicksal hat uns allerdings schwer dazwischen gefunkt. Dienstag Nachmittag ist meine Oma gestorben. Ganz klar, dass mein Vater gesagt hat, dass er den Urlaub abblasen muss. Ich für meinen Teil komme eigentlich klar, da ich mich schon vor einer ganzen Weile quasi von ihr verabschiedet habe, da es immer schlimmer wurde. Wir wussten ja alle, dass es irgendwann passiert. Und bei aller Vorbereitungszeit kommt es dann doch überraschend und unerwartet.

Das Problem ist jetzt, dass mein Vater und ich 40% der Crew ausmachen. Die Entscheidung war schwierig und dennoch haben wir uns darauf verständigt, dass ich mitfahre. Dabei komme ich mir zwar eigentlich ein wenig blöd vor, aber irgendwie geht es kaum anders. Ich werde das auch schaffen, da ich diese rituellen Trauerfeiern weder mag noch brauche, um klarzukommen. Soweit das rauszukriegen war, nimmt mit mein Opa diese Entscheidung auch nicht wirklich übel. Trotzdem ist es in ruhigen Momentan in denen ich zum Nachdenken komme, eine komische und verwirrende Situation.

Nun. Mehr ist nicht drin. Ich muss noch packen und ab heute nachmittag bin ich dann bis zum 11. September weg.