Einträge in der Kategorie 'Alltäglicher Wahnsinn'

Status quo

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Ja, es ist ziemlich ruhig geworden. Ich lebe aber noch und deshalb fasse ich mal kurz zusammen, was mich momentan davon abhält, hier häufiger mal meinen Senf in die Welt hinaus zu schreiben:

Der gravierendste Faktor ist da wohl in den letzten Monaten die Bachelorarbeit gewesen, die doch ein sehr krasser Zeitfresser gewesen ist. :) Der Aufwand hat sich aber gelohnt, Ende August habe ich die Arbeit nämlich eingereicht. Und inzwischen weiß ich zwar noch nicht die Note, aber sehr wohl, dass ich bestanden habe. Nun bin ich also (wenn auch noch nicht mit Zeugnis offiziell bestätigt) ein Junggeselle der Wissenschaft (oder auf Neuschwäbisch1: “Bachelor of Science“). Ja…ich habe es tatsächlich geschafft und meinen ersten “berufsqualifizierenden Abschluss” in der Tasche. Und irgendwie fühle ich mich garnicht anders. Außer vielleicht ein wenig erleichtert. :)

Nun. Das erklärt an sich auch gleich den nächsten Zeitfresser: Ich bin jetzt Master-Student und eigentlich bleibt damit alles beim Alten, denn ich habe weiterhin Vorlesungen, muss Übungsblätter lösen, Seminarvorträge vorbereiten und den ganzen sonstigen Kram, der eben zum Studium dazugehört. Ich muss aber sagen: Das Semester läuft jetzt zwei Wochen und bisher bin ich eigentlich positiv überrascht. Es herrscht zwar das gewohnte organisatorische Chaos, aber die Vorlesungen sind bisher alle interessant und auch weitestgehend sehr ansprechend gehalten. Ich hoffe, dass es dabei bleibt. :)

Neben dieser Hauptbeschäftigung, die mich nun (hoffentlich nur) noch weitere zwei Jahre begleiten wird, habe ich auch noch diverse andere Zeitfresser, die mich vom Bloggen abhalten. (Das muss ja auch nichts Schlechtes sein…je nach Betrachtungswinkel. :D) So bin ich natürlich immer fleißig am Lesen und zwar seit neustem neben meinen heißgeliebten Büchern auch zwei Wissenschafts-Magazine, über die ich hier bei Gelegenheit noch den einen oder anderen Satz schreiben werde. Und dann ist da auch noch ein ominöses Webprojekt, das seit einigen Monaten vor sich hinvegetiert und ganz langsam Laufen lernt. Wenn das spruchreif ist, wird dazu auch definitiv noch ein Eintrag kommen.

So. Genug Prosa. Jetzt ist das Blog jedenfalls wieder einigermaßen aktualisiert und damit kann ich mich zurücklehnen und den restlichen Abend genießen. Einen guten Start in die heranrollende, um eine Stunde verlängerte Woche wünsche ich euch. :)

1) Schönen Gruß an Prof. Klaeren, der mit diesem Begriff letzte Woche für viel Heiterkeit gesorgt hat. :)

Erleichterung hoch 3,3

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Nach fast 4 Semestern habe ich es nun endlich geschafft, die einzige verbliebene ernstzunehmende Hürde auf dem Weg zu meinem ersten “berufsqualifizierenden Abschluss” (ja nee…is klar…), also meinem Bachelor, zu nehmen. Nachdem ich dreimal mit Ach und Krach durch die Chemieprüfungen geflogen bin, hatte ich auch diesmal voll und ganz die 4,0 angepeilt. Frei nach dem Motto “4 gewinnt”. Und siehe da: Ich liege mit meiner 3,3 sogar über dem angepeilten Ziel. Was will man mehr?

Ok ok…wenn ich das nicht so ewig mit mir hätte rumschleifen müssen, wäre ne Menge sicher besser gelaufen, aber was solls. Lässt sich eh nicht mehr ändern und ich bin jetzt auf jeden Fall sehr froh, dass ich dieses Problem nicht mehr weiter habe. Nun kann ich mich endlich ernsthafteren Aufgaben, wie bspw. meiner Bachelor-Arbeit, zuwenden, die nun ewig auf dem Abstellgleis warten mussten. ;)

(Man merkts dem Eintrag vielleicht nicht an, aber ich bin wirklich sehr erleichtert. *G*)

IRC Log: RTFM mit Honig

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Eigenlob stinkt, ich weiß. Aber irgendwie muss ich das gerade mal festhalten, weil es so schön ist:

<@Tar-Minyatur> nasam: As the manual will tell you (http://php.net/preg_match) the function accepts only a string as second argument. So you can not provide an array.
(…)
<@Tar-Minyatur> So elegant habe ich noch nie ein RTFM formuliert.
<@Tar-Minyatur> *stolz ist*

Erkenntnis: Eisbären sind Raubtiere

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Ich habe in der Vergangenheit ja schon eine Menge sehr lächerliche Artikel im Internet gelesen und dachte eigentlich, dass mich menschliche Dummheit nicht mehr großartig erschrecken kann. Bis ich heute auf Spiegel Online einen Artikel mit dem Titel “Knut killt Karpfen – Besucher empört” gelesen habe. Ich zitiere:

“Er hat den Fisch an Land gezogen, ihn mit den Vorderpfoten festgehalten und mit der Tatze durch die Luft geschleudert. Der Fisch hat gezappelt und ist über Land gehüpft”, wird eine Augenzeugin in der “Berliner Morgenpost” zitiert.

Ja. Normal irgendwie, oder? Ein Eisbär ist ein Raubtier, das davon lebt, Fische und auch Robben zu jagen, zu töten und zu essen!

Mit dem Trieb des arktischen Raubtieres hatte der Zoo nicht gerechnet – und auch nicht die zartbesaiteten Besucher, die sich über Knuts Karpfen-Mord beschwerten.

Was soll man dazu noch sagen? In Biologie nicht aufgepasst oder?

Scheinbar sind wir auf einer neuen Evolutionsstufe angekommen. An sich sind wir ja alle “Homo sapiens sapiens”. Das bedeutet aber übersetzt “weiser, kluger Mensch”. Irgendwie wäre hier “Homo anous stolidus” vielleicht angebrachter (frei nach dem wissenschaftlichen Namen der Noddi-Seeschwalbe).

Erkenntnis: Habe immer einen Plan B

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Tja. Das habe jetzt wohl davon. Eben kam die Bestätigung für mein drittes Seminar beim Carreer Service, mit dem ich meine restlichen Schlüsselqualifikationen-Leistungspunkte holen wollte. Ich hatte mich schon gefreut, weil der Betreff vielversprechend klang. Und dann kam es natürlich, wie es kommen musste: Die Hiobsbotschaft steht weiter unten in der eMail. Wegen Krankheit des Dozenten und zeitweise verhinderter Vertretung wurde der Kurs um einen Leistungspunkt gekürzt.

Gaaaanz großartig. Nun sitze ich da mit Seminaren, um 5 von 6 LP zu holen. Und wo soll ich den letzten LP auftreiben? Aus dem Ärmel zaubern? Schöner Mist. Und jetzt kann ich Stress machen, weil ich natürlich keinen stichfesten Plan B habe. Die Anmeldefrist für die Seminare ist längst verstrichen, womit ich mir das als Lösung schonmal aus dem Kopf schlagen kann. Dann werde ich wohl jetzt mal nachfragen, ob ich eine Chance habe “Medienrecht” zu hören, was ich anfangs wegen der aufgeführten Anforderungen direkt weggelassen habe. Vielleicht haut das noch irgendwie hin.

Das ist echt typisch irgendwie. Wenn das geklappt hätte, wäre mein Plan für das kommende Semester auf eine Vorlesung, eine Nachprüfung und die Bachelorarbeit zusammengeschrumpft. Das kann natürlich nicht angehen. In diesem Studium darf einfach nicht alles glattgehen. Scheint sich irgendwie um ein Naturgesetz zu handeln. Und blöd wie ich bin, habe ich dieser plötzlichen Einfachheit kein Misstrauen entgegengebracht und fühle nun die Konsequenzen. Typisch.