Einträge in der Kategorie 'Literatur'

Brent Weeks: Nightangel Trilogy

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Auf einem Streifzug durch die Weiten der Fantasy-Literatur bin ich über die “Nightangel Trilogy” von Brent Weeks gestolpert. In den vergangenen Wochen habe ich die drei Bücher verschlungen und muss wieder einmal sagen: Mein Instinkt war gut. :)

Brent Weeks beschreibt die Geschichte eines jungen Straßenräubers, der in der Hauptstadt von Cenaria lebt. Sein Alltag dreht sich um das Beschaffen der Mitgliedgebühr seiner Diebesgilde, ohne die er weniger als nichts wäre, die ihm aber an sich auch nur Ärger macht. Täglich kämpft Azoth um das Überleben und versucht dabei noch seinen beiden besten Freunde Jarl und Doll Girl zu helfen, wo er nur kann.

Die Situation ändert sich drastisch, als der tyrannische Chef der Gilde in Azoth einen Aufständischen zu erkennen glaubt und ihn dafür bestraft. Dieses einschneidende Erlebnis bestärkt Azoth in seinem Wunsch diesem Elend zu entkommen und jemand zu werden. Der “Wetboy” Durzo Blint — ein Auftragsmörder der Spitzenklasse — glaubt Azoths Wunsch sein Lehrling zu werden durch das Stellen einer scheinbar unmöglichen Aufgabe im Keim erstickt zu haben. Doch er hat nicht mit dessen Entschlossenheit und Verzweiflung gerechnet, die ihm dem Sprung über seinen Schatten ermöglicht.

Und so beginnt die erstaunliche Wandlung Azoths, die sich durch alle drei Bücher (”The Way of Shadows“, “Shadow’s Edge” und “Beyond the Shadows“) zieht. Brent Weeks zeichnet wunderbare Charaktere von beeindruckender Vielfalt, webt Netze voller politischer Intrigen und schafft eine spannende Welt voller einzelner Geschichten, die irgendwie alle zusammenhängen.

Mir hat die Trilogie eine Menge Spaß bereitet und daher auch dieses Mal wieder eine ganz klare Leseempfehlung!

Stephenie Meyer – Twilight Saga

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Soeben hat die verrückteste Lese-Phase, die ich jemals hatte, ein Ende gefunden. Ich versuche gerade mal meine Gedanken zu sortieren, um einen Eindruck davon zu vermitteln, was Stephenie Meyer in den vergangenen 8 Tagen mit mir angestellt hat. Aber dazu fange ich mal etwas weiter vorne an:

Auf meinem Wunschzettel bei Amazon standen unter anderem drei Bücher. Wie diese da drauf gekommen sind, weiß ich leider nicht mehr. Ich vermute stark, dass mir die jemand empfohlen hat. Jedenfalls habe ich diese drei Bücher dann zu Weihnachten geschenkt bekommen. Über Bücher freue ich mich immer und so auch in diesem Fall. :)

Als ich dann daran gehen wollte das erste Buch zu lesen, habe ich kurz die Zusammenfassung überflogen. Eine Liebesgeschichte. Ich war wirklich sehr skeptisch, denn eigentlich ist das nicht so ganz meine Richtung. Aber da ich Büchern selten widerstehen kann, habe ich am 4. Januar “Twilight” von Stephenie Meyer aufgeschlagen und angefangen zu lesen.

Die ersten Zeilen fielen mir erstaunlich leicht. Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich mich auch erst in den neuen Stil reinfinden muss, wie es mir immer geht, wenn ich den Autor wechsle. (Wer es jetzt noch nicht mitgekriegt hat: Ich lese Bücher soweit es möglich ist auf Englisch.) Das war aber nicht der Fall, sondern stattdessen fühlte ich mich in diesem Erzählstil sofort total wohl. Und dann begann eine Reise, die ich so schnell sicher nicht vergessen werde (wenn überhaupt). Mich hat noch nie zuvor eine Bücherreihe so gefesselt. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Ständig wollte ich wissen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt, welche neuen Probleme auftreten…einfach alles. Das war ein manchmal fast etwas erschreckendes Gefühl, vor allem wenn beim Aufblicken zwischen zwei Kapiteln der Blick auf die Uhr schon fast die Morgendämmerung ankündigt.

Ich fürchte fast, dass ich hier sowieso nicht ganz die richtigen Worte finde. Und wahrscheinlich fühlt sich die Erfahrung Stephenie Meyers Bücher zu lesen ohnehin für jeden anders an. Als ein Argument vielleicht noch: Nach 2 gelesenen Büchern habe ich mich ein wenig über die Autorin etc. informiert und fast einen Luftsprung gemacht, als ich gesehen habe, dass zur Reihe noch ein viertes Buch gehört. (Eigentlich auch ein fünftes, das aber wahrscheinlich leider nie erscheinen wird. Die ganze ernüchternde und traurige Geschichte dazu findet sich auf Englisch auf der Homepage der Autorin.)

Um das ganze etwas schmackhafter zu machen, möchte ich mich jetzt aber noch an einer kleinen, bescheidenen Rezension versuchen, so wie ich sie üblicherweise hier schreibe:
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Jennifer Fallon: Demon Child Trilogy

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Jennifer Fallon - Medalon
Jennifer Fallon - Treason Keep
Jennifer Fallon - Harshini

Die “Demon Child Trilogy” von Jennifer Fallon, bestehend aus den Büchern “Medalon“, “Treason Keep” und “Harshini“, ist eine Geschichte über Magie, Politik, Religion, Liebe und Hass. Insbesondere die Position, die die politischen Intrigen und Einzelheiten in diesen drei Büchern einnimmt, macht diese Trilogie zu einem recht herausstechenden Fantasy-Werk.

In Medalon regiert die “Sisterhood of the Blade” mit Hilfe der “Defenders”, einer sehr disziplinierten Berufsarmee, die der “First Sister” einen Treuerschwur geleistet haben. Die Schwestern führen einen atheistischen Staat, der die Anbetung der alten Götter verurteilt und deren Anhänger verfolgt. In den an Medalon grenzenden Ländern Hythrun und Fardohnya werden diese jedoch nachwievor verehrt. Eine dritte Religion hat sich im nördlichen Karien gebildet, wo eine Priesterschaft die Bevölkerung dazu anhält den “Overlord” Xaphista anzubeten, einen neuen Gott, der seinen Anhängern viel abverlangt, aber dennoch stetigen Zustrom hat.

R’shiel, die Tochter der “First Sister”, wächst in der Zitadelle von Medalon als Novizin der Schwesternschaft auf. Augenscheinlich hat sie ein normales Leben in Mitten von politischen Ränkespielen und den atheistischen Ansichten der medalonischen Bevölkerung. Langsam verändert sich R’shiel und beginnt sich nicht mehr wohl zu fühlen. Ein Wendepunkt in ihrem Leben ist erreicht und was auf diesen folgt, hätte sie niemals vorhersehen können.

Fallon hat nicht die Finesse in der Beschreibung der Charaktere, die Trudi Canavan an den Tag legt, aber dennoch sind sie interessant und man ist neugierig auf die weitere Entwicklung. Die Beschreibungen der Landschaften und Schauplätze ist teilweise etwas dürftig, was aber der Spannung in allen drei Büchern keinerlei Abbruch tut. Neue Ideen warten an allen Ecken und Enden und der Hauptcharakter, R’shiel, macht eine sehr interessante Wandlung durch. Auch die Tatsache, dass die Autorin sich an das recht komplizierte Thema Politik wagt, das sie tief in die Geschichte eingewoben hat, macht das Lesevergnügen etwas besonderes.

Wiedermal ergeht eine klare Empfehlung an alle Fantasy-Fans. Lesen! ;)

Trudi Canavan: Age of the Five

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Trudi Canavan - Priestess of the White
Trudi Canavan - The last of the Wilds
Trudi Canavan - The Voice of the Gods

Nachdem mir die erste Triologie von Trudi Canavan (”The Black Magician Trilogy”) so gut gefallen hat, habe ich mich nach anderen Büchern von ihr umgeschaut und bin fündig geworden. Die Bücher “The Priestess of the White“, “The Last of the Wilds” und “The Voice of the Gods” bilden die Trilogie “The Age of the Five”. Im Zentrum der Geschichte steht auch hier eine junge Frau, deren Leben sich auf einem Kontinent abspielt, der der Phantasie der Autorin entsprungen ist.

Auf Ithania gibt es es einen großen Unterschied zwischen den im Süden lebenden “Pentadrians” und den im Norden lebenden “Circlians”. Nicht etwa sind sie einfach nur Erzfeinde, wie man es oft in Büchern dieses Genres liest, sondern basiert die Feindschaft auf den unterschiedlichen Religionen. Während die Circlians an die fünf Götter glauben, die den “Krieg der Götter” überlebt und alle anderen Götter besiegt haben, glauben, beten die Pentradians fünf offensichtlich neue Götter an, die es vor dem Krieg noch nicht gab. Die beiden Religionen zweifeln jeweils die Existenz der Götter der jeweils anderen an und das, obwohl es eigentlich garnicht so viele Unterschiede zwischen den beiden Ideologien gibt.

In Mitten dieser allübergreifenden Situation wächst Sonea in einem Dorf in Nord-Ithania auf und wird schließlich zur Priesterin. Das ist der erste kleine Schritt auf einem weiten Weg durch viele Stationen und auch Situationen, die sie im Zuge der drei Bücher meisten muss.

Wie auch in den anderen drei Büchern, die ich hier schon vorgestellt habe, so ist auch in diesen der Schreibstil sehr angenehm und liest sich sehr flüssig. Canavan zeichnet wieder wunderbare Charaktere und man lernt die gesamte Geschichte über immer neue, interessante Figuren und neue Seiten der schon bekannten kennen. Die Autorin legt unheimlich detaillierte Ideen zur Wirkungsweise von Magie an den Tag, die eine interessante Basis für viele Dinge bilden, die man so in der Form noch nicht gelesen hat.

Auch hier ganz klar eine Leseempfehlung für alle Fantasy-Freunde. ;)

Trudi Canavan: Black Magician Trilogy

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Trudi Canavan - The Magician's Guild
Trudi Canavan - The Novice
Trudi Canavan - The High Lord

Wie schon mehrfach passiert, habe ich durch Zufall eine Trilogie entdeckt, die kurz darauf auch in deutschen Buchläden aufgetaucht ist. Die “Black Magician Trilogy” von Trudi Canavan wird in Deutschland als “Die Gilde der schwarzen Magier” verkauft. Die Bücher “The Magician’s Guild“, “The Novice” und “The High Lord” heißen in der deutschen Ausführung unverständlicher Weise “Die Rebellin”, “Die Novizin” und “Die Meisterin”.

Die Bücher erzählen die Geschichte der jungen Sonea, die im Bettlerviertel Imardins lebt. Zeit ihres Lebens hat sie mit der restlichen Unterklasse zusammen im Schatten der Magiergilde gelebt, die einen großen Teil der Stadt selbst ausmacht. Die Magier haben bei den Bewohnern des Armenviertels einen sehr schlechten Ruf, nicht zuletzt, weil sie im Auftrag des Königs alle Obdachlosen und andere unerwünschte Leute aus der Stadt treiben. Mitten in einer dieser “Säuberungen” landet Sonea plötzlich in der Situation mit anderen Aufständigen vor einer Gruppe Magier zu stehen, die wütend Steine auf diese schmeißen. Von einer plötzlichen Wut gepackt, wirft auch Sonea einen Stein und zu ihrer großen Verblüffung passiert etwas, mit dem sie überhaupt nicht gerechnet hat. Schlagartig nimmt ihr Leben eine Wendung und sie wird in Dinge verwickelt, die sie vor eine große, schwierige Entscheidung stellen.

Der Stil von Trudi Canavan ist extrem angenehm. Man fliegt beim Lesen förmlich über die Seiten und wird richtig in die Geschichte hineingesaugt. Die Charaktere sind großartig komponiert und wachsen im Laufe der Geschichte immer weiter. Schnell entwickelt man Sympathien und Antipathien. Wiedermal kann ich nur jedem Fan von Fantasy Romanen dazu raten hier unbedingt mal reinzulesen, denn aufhören kann man dann sowieso nicht mehr.