Bibliothek
The Magicians’ Guild (The Black Magician Trilogy, Book 1)
Von Trudi Canavan
| Tags: | english, fantasy |
| Lesezeitraum: | 29.06.2007 - 12.07.2007 |
Bewertung: 7 / 10
Zu diesem Buch gibt es einen Beitrag in diesem Blog.
Sonea lebt seit ihrer Geburt in den ärmeren Vierteln von Imardin und damit auch im Schatten der Magiergilde. Alle bewohner der Slums und des Äußeren Zirkels fürchten die Magier und gehen ihnen aus dem Weg, denn mehr oder weniger das Einzige, was sie von diesen zu Gesicht bekommen ist die alljährliche “Säuberung” der Slums, bei der die Magier die Wachen des Königs dabei unterstützen Arme und Obdachlose aus der Stadt zu treiben. Eigentlich hatte Sonea sich inzwischen von der Gruppe Jugendlicher, mit der sie früher durch die Stadt gezogen ist, ein wenig getrennt und war nicht mehr mit ihnen unterwegs, doch als Sie zwischen den Vertriebenen während der “Säuberung” umherläuft, fällt ihr auf, dass für die Jugendlichen, die wie jedes Jahr versuchen die Magier mit Dingen zu bewerfen, eine Falle vorbereitet wurde. Sie beschließt ihre Freunde zu warnen und wird mit hineingezogen. Dann geschehen Dinge, die niemand auch nur hätte ahnen können, und es kommt zu vielen unerwarteten Geschehnissen, die Soneas Leben grundlegend verändern.
Der Stil von Trudi Canavan ist sehr angenehm zu lesen und sie hat ein großartiges Gespür dafür ihre Charaktere so einzuführen, dass man direkt wirklich große Sympathie entwickelt oder die Figur überhaupt nicht leiden kann. Dabei kommt eine sehr große Palette von Charakterzügen zum Einsatz und man freut sich regelrecht wieder etwas von der einen oder anderen Person zu lesen. Ein wenig bemerkenswert ist, dass die gesamte Geschichte in der Stadt Imardin spielt und weder die Handlung, noch die Unterhaltungen und Gedanken die Stadtmauern verlassen. Das passiert lediglich später im Laufe der Handlung, als sich Sonea völlig neue Dimensionen eröffnen, und ist damit eine sehr elegante Erzähltechnik.
Leider ist das Buch relativ dünn und ich hätte mir an einigen Stellen deutlich mehr gewünscht, als ich letztendlich bekommen habe. Einige Abschnitte der Geschichte wirken etwas künstlich gestaucht und zu wenig detailverliebt. Da hätte Canavan sicher noch etwas mehr herausschlagen können. Aber trotzdem hatte ich beim Lesen viel Spaß und konnte am Ende überhaupt nicht unterbrechen. Ich muss aber auch zugeben, dass ich für die Art des Romans ein gewisses Faible entwickelt habe, das man vielleicht teilen muss, um sich ebenfalls dafür zu begeistern. Das Besondere ist nämlich an sich, dass es garkeinen wirklich wichtigen heroischen Haupt-Plot gibt, sondern einen eigentlich garnicht so wahnsinnig spannenden Handlungsstrang, der einen aber trotzdem permanent neugierig macht, was als nächstes kommt.
Ich bin gespannt, was die anderen beiden Bücher bringen.

